Brandschutzerziehung

AULENDORF sz Knapp 30 syrische Flüchtlinge haben einen Einblick in die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Aulendorf bekommen und das richtige Handeln im Brandfall geübt. 

Wie die Caritas Bodensee-Oberschwaben – sie ist für die Sozialbetreuung der Geflüchteten in Aulendorf zuständig – in einer Pressemitteilung schreibt, sind die Flüchtlinge Anfang Juli in die Wohncontainerunterkunft im Spitalweg umgezogen. Nun leben sie unmittelbarer Nachbarschaft zur Aulendorfer Feuerwehr. Aus diesem Grund hatten sich die Caritas sowie die Feuerwehr Aulendorf zu einem Begegnungstag entschieden. 

Zum einen diente die Veranstaltung als Brandschutzübung für die neue Unterkunft, zum anderen war es die Idee, den Bezug zwischen der Feuerwehr und den neuen Nachbarn herzustellen. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Programms „Gemeinsam sind wir bunt – Aulendorf: Heimat für alle“ statt. Ein Aspekt dieses Programms ist es, den Kontakt zu örtlichen Vereinen und Gruppen herzustellen. Etwa 30 junge Männer waren der Einladung gefolgt und hatten sich in der Feuerwache im Spitalweg eingefunden. 

In einer einführenden Präsentation gab Stefan Vochazer, Mitglied der Feuerwehr sowie Hausmeister der Containerunterkunft, allgemeine Hinweise zur Brandvermeidung. Er erklärte den Syrern die richtige Vorgehensweise im Falle eines Brandes. Dazu zählte auch, welche Informationen beim Wählen des Notrufs wichtig seien. 

Fettbrand simuliert

Im Hof der Feuerwache erprobten die Syrer das praktische Vorgehen bei der Bekämpfung eines Brandes. Mit einem mobilen Feuertrainer simulierten Feuerwehrangehörige zunächst einen Fettbrand, der unter anderem beim Kochen entstehen kann. Gezeigt wurde, wie sich ein Löschversuch mit Wasser verheerend auf das Feuer auswirken kann und wie sie stattdessen vorgehen müssen. Für Erstaunen bei den Flüchtlingen sorgte auch die Tatsache, dass Dosen von Deo- oder Haarsprays bei Hitze explodieren können. Die jungen Männer waren erheitert über die simulierten Explosionen. Vochazer warnte jedoch davor, dies nachzuahmen. Des Weiteren zeigte der Feuerwehrmann den Gebrauch einer Löschdecke und erklärte den Aufbau und die Funktionsweise der verschiedenen Arten von Feuerlöschern. Die Flüchtlinge nutzten die Möglichkeit, die verschiedenen Feuerlöscher selbst auszuprobieren. 

Vochazer betonte jedoch, dass man sich beim Löschen eines Feuers nicht selbst in Gefahr bringen dürfe. „Material ist ersetzbar, ein Menschenleben nicht“, war die Botschaft des erfahrenen Feuerwehrmannes.

 

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