Einsatzstark und kameradschaftlich: Aulendorfs Feuerwehren ziehen beeindruckende Bilanz
Einsatzstark und kameradschaftlich: Aulendorfs Feuerwehren ziehen beeindruckende Bilanz
Im voll besetzten Hofgartensaal kam am Montag, den 2. Februar, die Freiwillige Feuerwehr Aulendorf zu ihrer Hauptversammlung zusammen. Von der Jugendfeuerwehr bis zu den Senioren, von der Kernstadt bis in die Teilorte: Die Berichte der Abteilungen zeichneten das Bild einer hochmotivierten und bestens aufgestellten Rettungsorganisation.
„Ein imposantes Bild der Leistungsfähigkeit“, so resümierte die Versammlung das vergangene Jahr. Den Auftakt der Berichterstattung machte die Jugendfeuerwehr: Fynn Keßeler erstattete den Bericht für den Nachwuchs und zeichnete dabei ein lebendiges Bild der Abteilung. Mit einer starken Truppe und viel Begeisterung für die Technik von morgen zeigte die Jugend, dass die Zukunft der Brandbekämpfung in Aulendorf gesichert ist.
Tradition und starke Teilorte
Einen wertvollen Rückblick bot die Seniorenabteilung. Auch wenn die aktiven Jahre hinter ihnen liegen, ist die Kameradschaft ungebrochen. Die Senioren fungieren weiterhin als wichtiges Bindeglied und sind ein Zeichen für den lebenslangen Zusammenhalt innerhalb der Truppe. Die erfahrenen Kameraden bewiesen am Montagabend einmal mehr, dass die Feuerwehr ein gelebtes Stück Stadtgeschichte ist. Die Senioren pflegen die Tradition und stehen der aktiven Wehr weiterhin mit ihrer immensen Erfahrung zur Seite.
Im Anschluss lag das Augenmerk auf den Berichten aus den Abteilungen der Teilorte, die das Rückgrat der Sicherheit in der Fläche bilden:
Für die Abteilung Blönried präsentierte Florian Lutz die Bilanz des vergangenen Jahres. Die Abteilung erwies sich erneut als verlässliche Größe mit einer starken Mannschaftsleistung.
Für die Abteilung Tannhausen sprach Abteilungskommandant Klaus Laub. Auch hier wurde ein „imposantes“ Bild gezeichnet. Die technische Ausstattung und der Ausbildungsstand der Kameraden in Tannhausen befinden sich auf einem Top-Niveau, was die Sicherheit in der gesamten Raumschaft stärkt.
Für die Abteilung Zollenreute ergriff Abteilungskommandant Michael Sonntag das Wort. Er blickte auf ein Jahr zurück, das durch intensive Übungen geprägt war. Diese Abteilung glänzte auch durch eine hervorragende Reaktionszeit bei Einsätzen im Außenbereich und eine vorbildliche Integration in die Dorfgemeinschaft.
Detailliertes Abbild der Stadtfeuerwehr: Herausforderung Großbrand und neue Technik
Nach den Berichten aus den Teilorten lieferten die beiden stellvertretenden Abteilungskommandanten Jochen Rauch und Johannes Steinel ein umfassendes Abbild über die Arbeit der Stadtfeuerwehr.
Jochen Rauch legte in seinen Ausführungen besonderes Augenmerk auf die aktuelle Mannschaftsstärke und die Einsatzstatistik. Besonders eindringlich schilderte er die Dynamik eines Großbrandes im vergangenen Jahr. Was als Gebäudebrand gemeldet worden war, forderte schnell massive überörtliche Unterstützung: So wurden Löschfahrzeuge aus Ebersbach nachalarmiert und zusätzliche Atemschutzgeräteträger an die Einsatzstelle beordert. Da der Bedarf an Atemschutzgeräten enorm groß war, musste zudem der Gerätewagen Atemschutz aus Weingarten angefordert werden. Rauch machte dabei deutlich, wie kritisch die Platzverhältnisse vor Ort waren, die die Koordination der zahlreichen Kräfte und Fahrzeuge massiv erschwerten.
Johannes Steinel ergänzte den Bericht durch Einblicke in die technische Weiterentwicklung und das gesellschaftliche Engagement. Er informierte über die Neubeschaffung des Einsatzleitwagens (ELW 1) mit dem Funkrufnamen „Florian Aulendorf 1/11“. Zudem berichtete Steinel über die vielfältige Öffentlichkeitsarbeit. Ein besonderer Höhepunkt war hierbei das 75-jährige Stadtfest, an dem die Stadt Aulendorf mit ihrer gesamten Wehr teilnahm. In diesem Zuge hatten die Kameraden die Stadt auch mit den markanten gelb-roten Wimpeln geschmückt.
Lob von Stadt und Kreis sowie besondere Ehrungen
Den Dank der Stadt überbrachte Bürgermeister Matthias Burth. Er hob hervor, dass die Sicherheit Aulendorfs auf dem unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte fußt. Auch der Kreisverbandsvorsitzende Michael Otto zollte der gesamten Wehr in seiner Ansprache ein „sehr ausdrückliches Lob“. Besonders wohlwollende Worte fand Otto zudem für die Seniorenabteilung: Er würdigte deren lebenslanges Engagement und die vorbildlich gelebte Kameradschaft.
Im weiteren Verlauf des Abends folgten die Grußworte und feierlichen Ehrungen, die gemeinsam von Bürgermeister Matthias Burth und Kreisbrandmeister Oliver Surbeck vorgenommen wurden. Sie würdigten die langjährigen Verdienste und den besonderen Einsatz einzelner Kameraden für das Gemeinwohl. Ein emotionaler Höhepunkt der Versammlung war die feierliche Ernennung verdienter Kameraden: Für ihre außergewöhnliche Treue und ihren langjährigen Einsatz wurden Franz Müller, Markus Sonntag und Christof Thaler zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr ernannt.
Der Abend im Hofgartensaal schloss mit der Gewissheit: Die Zusammenarbeit zwischen der Kernstadt und den Abteilungen funktioniert reibungslos und bildet ein starkes Schutzschild für alle Bürgerinnen und Bürger.